Ich bin in Charlottenburg-Wilmersdorf aufgewachsen und groß geworden. Unser Bezirk lebt von seiner großen Vielfalt mit den vielen verschiedenen Kiezen und Ecken, die ihn so einzigartig machen, vom Ku’damm bis zum Grunewald, von Wilmersdorf bis nach Westend.

Ich kenne den Bezirk und die Kieze und bin im Grunewald und in Halensee verwurzelt und bekannt. Ich habe gute Kontakte mit den Arbeits- und Interessengemeinschaften der Geschäftsstraßen, mit den Schulen und Kirchen, mit den verschiedenen Einrichtungen.

Als Rechtsanwalt bin ich Spezialist für Mieten und Wohnen. Als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens konnte ich ebenso wie mit meiner Sozietät viele Erfahrungen sammeln, die ich gerne nutze, um stets als Ansprechpartner für die Menschen aus unserem Kiez da zu sein.

Selbstverständlich setze ich mich immer für unseren Bezirk ein. Ich unterstütze die Bahnhofsmission am Zoo und helfe in der City-Station in Halensee aus. Ich setze mich dafür ein, dass der Bahnhof Zoo wieder Fernbahnhof wird. Ich kämpfe für den Erhalt der Theater und Bühnen am Kurfürstendamm.

 

ICC erhalten

Das Internationale Congress Centrum (ICC) wurde nach nur vier Jahren Bauzeit 1979 eröffnet und ist eines der größten Kongresszentren der Welt. Bauzeittypisch wurde Asbest verbaut; aber auch darüber hinaus ist das ICC in erheblichem Maße sanierungs- und instandsetzungsbedürftig. Über die Zukunft des ICC gibt es seit etlichen Jahren kontroverse Debatten.

Die Messe Berlin, die das ICC betreibt, hat sich wiederholt gegen einen Weiterbetrieb des ICC ausgesprochen. Es sei – selbst in saniertem Zustand – zu unflexibel, den modernen Anforderungen an einen internationalen Messe- und Kongress-Standort nicht gewachsen und nicht gewinnbringend zu betreiben.

Die Messe Berlin verkennt dabei regelmäßig, dass sie ein landeseigenes Unternehmen des Landes Berlin ist, und dass nicht nur wirtschaftliche Interessen den Aussschlag über die Zukunft des ICC geben dürfen. Selbst wenn man jedoch ökonomische Maßstäbe anlegt, verkennt die Messe Berlin, dass nicht nur betriebswirtschaftliche, sondern auch volkswirtschaftliche Belange Berücksichtigung finden müssen.

Das ICC war während der Zeit, in der es noch nicht geschlossen war, Standort regelmäßiger und hochwertiger Kongresse. Die Nachfrage nach derartigen Standorten ist nicht gesunken, sondern im Gegenteil gestiegen. Die Kongressausrichter müssen wegen der Schließung des ICC auf andere Standorte ausweichen und halten ihre Kongresse daher in Wien, London oder sogar außerhalb Europas ab. Hierdurch gehen Charlottenburg-Wilmersdorf, aber auch dem Land Berlin, in erheblichem Maße Einnahmen verloren. Nicht nur kommen die Gewerbe im Umfeld des ICC in erhebliche Schwierigkeiten, aber dem Land gehen in erheblichem Maße Steuereinnahmen verloren.

Die Messe Berlin muss daher gelegentlich daran erinnert werden, dass sie einhundertprozentig ein Unternehmen des Landes Berlin ist, und dass sie nicht nur betriebswirtschaftlichen Interessen zu dienen hat. Das ICC ist nicht nur aus volkswirtschaftlicher Sicht für Charlottenburg-Wilmersdorf und die ganze Stadt ein bedeutender Messe- und Kongress-Standort, der erhalten werden muss.

Hierfür stehe ich. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat sich ebenfalls zuletzt wiederholt für den Erhalt, die Sanierung und die Nutzung des ICC als Kongress-Standort ausgesprochen.